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Laut einem „Jäger“ hat der Wolf den Feldhasen fast ausgerottet!

Der Inhalt des obigen Fotos ist aus den Kommentaren zu dem Film https://www.youtube.com/watch?v=dNp1Bgk3We4&t=2s entnommen. Ich hatte hierzu in meinem letzten Beitrag „Die Lüge von der Hege des Jägers“ verlinkt.

Ob es sich tatsächlich um einen Jäger handelt, kann meines Erachtens offen bleiben, da sich hier offensichtlich nur Jäger oder Jagdbefürworter „die Stange gehalten“ haben. Wie es tatsächlich um den Feldhasen steht und dass weder ein Prädator allgemein, noch ein Wolf insbesondere dafür verantwortlich sein kann, dass der Feldhase auf der Roten Liste steht, findet man hier. 

https://nrw.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/jagd/jagdbare-arten/weitere-saeugetiere/04940.html

oder unter der Wikipedia. Als Ursache wird recht einheitlich die starke Intensivierung der Landwirtschaft angesehen, insbesondere der massive Einsatz von Dünger und Pestiziden sowie der intensive Maschineneinsatz https://de.wikipedia.org/wiki/Feldhase

Logisch frisst ein Wolf auch mal einen Hasen. Allerdings stand der Feldhase schon auf der Roten Liste, als es noch keinen Wolf in Deutschland gab. Der Feldhase steht aber nur zu drei Prozent auf der Beuteliste. Hierzu gibt es ebenfalls eine Erhebung (Kotanalysen) https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wissen/15572.html.

Mit dem Argument der Hasenpest ballern Jäger fleißig weiter auf die Feldhasen. Die erschreckenden Jagdstrecken sind unter obigem Link des Nabus aufgelistet. 

Es sei noch darauf hingewiesen, dass die Hasenpest in Mitteleuropa  sehr selten ist. In Deutschland wurden in den Jahren 2008 und 2009 insgesamt 15 bzw. 10 Fälle, im Jahr 2013 20 Fälle und 2014 21 Fälle gemeldet, was einer Inzidenz von etwa 0,01 auf 100.000 entspricht.  Übrigens alles nachzulesen beim RKI unter folgendem Link https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Tularaemie.html;jsessionid=3891CD6F2FD084152FBB26D8E8D6CD45.internet061#doc2398238bodyText3

Und warum machen die Jäger Stimmung mit einer Krankheit die gegen Null geht? Weil die seltenen Betroffenen eher Personen sind, die sich viel in der freien Natur aufhalten (ländliche Bevölkerung, Jäger und Waldarbeiter). Diese Aussage ist unantastbar, da es sich bei der Hasenpest um eine meldepflichtige Krankheit handelt.

Jäger brauchen nun einmal jedes noch so blöde Argument, um eine Existenzberechtigung vorzugaukeln..

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