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Das Märchen von der Hege und Pflege des Wildes – Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte »klärt« auf!

Immer wieder werden Menschen von der Jagdlobby gezielt  durch das Streuen von Unwahrheiten manipuliert. Die wichtigste davon ist wahrscheinlich die Mär von der Hege und Pflege des Wildes. Hierüber mit Grünröcken zu diskutieren endet meistens mit einer erheblichen Arroganz, denn sie haben ja das »Jagdabitur« und der Rest der Menschheit keine Ahnung.

Zum Thema »Jagd« und »Hege und Pflege des Wildes« hat sich schon der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte im Urteil gegen die Bundesrepublik vom 26.06.2012 präzise geäußert:

»Das Konzept der Pflege und Hege des Wildes sei ein Relikt aus dem Dritten Reich. Es diene nicht dem Schutz des Wildbestands. Neuere Forschungsergebnisse belegten, dass wild lebende Tiere zur Selbstregulierung in der Lage seien und bestimmte Tierarten sich infolge übertriebenen Jagens sogar vermehrten. Wildunfälle würden im Übrigen überwiegend durch die Jagd verursacht. Darüber hinaus orientiere sich die Jagd in keiner Weise an dem Erfordernis, seltene und bedrohte Arten zu schützen. In Deutschland werde die Jagd in der Tat als Freizeitbeschäftigung ausgeübt. Zahlreiche Tierarten wie Raubvögel würden bejagt, ohne dass dafür eine ökologische oder ökonomische Notwendigkeit bestehe. Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass die Jagdausübung sich auf Belange des Gemeinwohls positiv auswirke. Der ethische Tierschutz sei durch Artikel 20a des Grundgesetzes garantiert; dagegen sei das Jagdausübungsrecht weder nach dem Grundgesetz noch nach der Konvention geschützt.«

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